"Erst die Kinder, dann lange nichts" - diese Einstellung ist unter Eltern weit verbreitet. Doch wer ständig nur gibt und sich selbst vergisst, läuft Gefahr, ausgelaugt und erschöpft zu werden. Selbstfürsorge ist keine Selbstsucht, sondern eine Notwendigkeit.
Viele Eltern kennen das schlechte Gewissen, wenn sie sich Zeit für sich selbst nehmen. Dabei ist es gerade für Kinder wichtig zu erleben, dass auch ihre Eltern eigene Bedürfnisse haben und diese respektiert werden. Sie lernen dadurch, dass Selbstfürsorge ein wichtiger Teil eines gesunden Lebens ist.
Selbstfürsorge muss nicht bedeuten, stundenlang Zeit für sich zu haben. Oft sind es die kleinen Momente im Alltag, die uns neue Kraft geben können: eine Tasse Tee in Ruhe trinken, ein kurzer Spaziergang oder zehn Minuten Meditation am Morgen.
Besonders in stressigen Zeiten neigen wir dazu, die Selbstfürsorge zu vernachlässigen. Gerade dann ist sie aber besonders wichtig. Ein regelmäßiger "Energie-Check" kann helfen, rechtzeitig zu erkennen, wann wir eine Pause brauchen.
Auch Grenzen setzen gehört zur Selbstfürsorge. Nicht jede Anfrage muss mit "Ja" beantwortet werden. Wer gut für sich sorgt, hat mehr Energie für andere und kann authentischer und präsenter in Beziehungen sein.