Die digitale Welt ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Für Familien entstehen dadurch neue Möglichkeiten, aber auch neue Herausforderungen. Ein bewusster und ausgewogener Umgang mit digitalen Medien will gelernt sein.

Kinder wachsen heute als "Digital Natives" auf. Sie bewegen sich oft selbstverständlich in der digitalen Welt. Dennoch brauchen sie Begleitung und Orientierung durch ihre Eltern. Dies erfordert von Eltern, sich selbst mit den neuen Medien auseinanderzusetzen.

Klare Regeln für die Mediennutzung sind wichtig, sollten aber flexibel an das Alter und die Reife des Kindes angepasst werden. Dabei geht es nicht nur um zeitliche Begrenzungen, sondern auch um Inhalte und die Art der Nutzung.

Digitale Medien können das Familienleben bereichern, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Gemeinsames Recherchieren, kreatives Gestalten oder auch Spielen können verbindende Erlebnisse schaffen. Wichtig ist, dass die reale Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten nicht zu kurz kommen.

Eine offene Diskussion über Chancen und Risiken digitaler Medien hilft Kindern, einen verantwortungsvollen Umgang zu entwickeln. Eltern sollten dabei auch ihre eigene Mediennutzung reflektieren und als Vorbild fungieren.

Tipps & Tricks von Barbara

Medienfreie Zonen einrichten: Bestimmen Sie gemeinsam mit der Familie Orte und Zeiten, die komplett medienfrei bleiben. Das Schlafzimmer und die gemeinsamen Mahlzeiten eignen sich besonders gut als medienfreie Räume und fördern die direkte Kommunikation.

Die 3-6-9-12 Regel: Kein Bildschirm unter 3 Jahren, keine eigene Spielkonsole vor 6, kein Internet vor 9 und kein unbeaufsichtigtes Internet vor 12 Jahren. Diese Faustregel bietet eine erste Orientierung, die Sie an Ihre Familie anpassen können.

Gemeinsame Medienerlebnisse schaffen: Schauen, spielen oder recherchieren Sie gemeinsam mit Ihren Kindern. Nutzen Sie diese Gelegenheiten für Gespräche über Inhalte und deren Bewertung. So lernen Kinder nebenbei Medienkompetenz.

Auszeiten attraktiv gestalten: Bieten Sie spannende Alternativen zur digitalen Unterhaltung an. Gemeinsame Ausflüge, Brettspiele oder kreative Projekte können mindestens genauso fesselnd sein wie Bildschirmaktivitäten.

Vorbildfunktion ernst nehmen: Überprüfen Sie Ihr eigenes Medienverhalten. Kinder orientieren sich stark an ihren Eltern - wenn Sie ständig am Smartphone sind, werden Ihre Regeln unglaubwürdig.

Die digitale Transformation unserer Gesellschaft ist nicht aufzuhalten, und das ist auch gut so. Die Herausforderung besteht darin, einen Weg zu finden, der die Vorteile der digitalen Welt nutzt, ohne dabei die wichtigen analogen Erfahrungen und persönlichen Beziehungen zu vernachlässigen. Mit klaren Strukturen, offener Kommunikation und einem bewussten Umgang können digitale Medien zu einer Bereicherung des Familienlebens werden. Dabei gibt es keine universell gültigen Regeln - jede Familie muss ihren eigenen Weg finden, der zu ihren Werten und ihrem Lebensstil passt.

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